Samstag, 07.03.2026

Generalversammlung - ein voller Erfolg!

Wenn sich am Samstagabend rund 150 Männer und Frauen im Saalbetrieb Maria Rast in Bethen zur Generalversammlung der Feuerwehr Cloppenburg versammeln, darunter der Bürgermeister, die ehrenamtlichen Bürgermeister, der Verwaltungsvorstand der Stadt, das Ordnungsamt, der Polizeidirektor, Vertreter von THW, DRK und Johannitern, dazu Feuerwehrspielmannszug, Feuerwehrkapelle, Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr, Altersabteilung und natürlich die aktive Feuerwehr, dann ist klar: Es ist wieder Generalversammlung der Feuerwehr Cloppenburg.

Und wer sich fragt, wie so eine Generalversammlung eigentlich abläuft, dem kann man es kurz erklären. Wir kommen zusammen, es gibt die Begrüßung unseres Chefs, den Bericht unseres Schriftführers, ein Grußwort des Bürgermeisters und in diesem Jahr auch ein Grußwort durch den Polizeidirektor Hendrik Vieth.

Stadtbrandmeister Horst Lade zusammen mit Polizeidirektor Hendrik Vieth.

Natürlich gab es auch dieses Jahr wieder Beförderungen. Und dazu in diesem Jahr etwas ziemlich Exotisches, hatten wir so auf einer Generalversammlung auch noch nicht: Umwidmungen. Wir haben ja ein neues Dienstgradsystem. Nicht jeder ist davon restlos begeistert, aber es ist, wie es ist. Und so wird dann aus dem Hauptlöschmeister plötzlich der Hauptbrandmeister. Tja, die Qualifikation, Ausbildung und persönliche Fähigkeiten bleiben gleich, die Bezahlung übrigens auch, die gibt es natürlich nach wie vor nicht.

Bürgermeister Neidhard Varnhorn konnte erfolgreich alle Beförderungen auf Stadtebene durchführen.
Egal ob Feuerwehrmann oder Erster Hauptfeuerwehrmann, alle durften sich sichtlich freuen!

Was muss man über diese Generalversammlung wissen? Thema war natürlich auch das Einsatzgeschehen. Die Einsatzzahlen sind zurückgegangen, nämlich von 269 im Jahr 2024 auf 228 im Jahr 2025. Das ist erstmal eine erfreuliche Entwicklung, zumindest wenn man nur auf die Zahl schaut.

Und wie in jedem Jahr gibt es Einsätze, die sind einfach anders wie die anderen Einsätze. Und der Stadtbrandmeister erinnerte sich mit leichtem Grausen in der Stimme noch ganz genau an den Einsatz nach dem Riss einer 110-KV-Spannungsleitung. Das ist nun wirklich keine Standardangelegenheit, schon gar nicht, wenn dabei auch noch ein kleines Waldstück brennt. Für uns hieß das Brandbekämpfung aus der Ferne über Wasserwerfer, also ohne Bodentruppen direkt an der Einsatzstelle.

Ja, und dann gab es noch einen weiteren Einsatz, der auch besonders war. Der 6. Dezember 2025, das war der Tag, an dem der Nikolaus kommt, aber an dem sich auch die Kreisfeuerwehr getroffen hat. Und unser noch relativ frisch gebackener Zugführer, Jörg Niehaus, hat den Einsatzdienst übernommen mit dem Bewusstsein: Wenn was ist, kannst du ruhig um Hilfe rufen, da kommt aber niemand mehr.

Tja, um Hilfe hat er gerufen und es kamen natürlich die umliegenden Feuerwehren, und Jörg hat seinen ersten großen Einsatz mit Bravour gemeistert. Elf Stunden hat es gebrannt, Flugzeuge sind kaputt gegangen, ein Hangar, der Tower, die Gaststätte und eigentlich, wenn man es so sagen will, auch ein ganzes Stück Vereinsleben gleich mit. Denn wir reden hier nicht nur über Material, sondern über ein Feuer auf einem von einem Verein geführten Flugplatz. Von unserer Seite kann man aber sagen, der Einsatz an sich ist gut gelaufen. Genau das ist dann eben auch die andere Seite. Wenn es wirklich drauf ankommt, dann funktioniert es auch.

Unser Stadtbrandmeister hat natürlich nicht nur einen Einblick, sondern auch einen Ausblick gegeben. Wie geht es weiter in 2026? Die Bautätigkeiten halten an. Obwohl wir im September den sogenannten Riegel offiziell übernommen haben, sind wir noch nicht durch mit dem Bauen. Es geht weiter mit der Sanierung der Hallenböden und des Hofes. Das wird uns nochmal wieder ein bisschen zum Improvisieren zwingen. Fahrzeuge im Zelt, natürlich gut bewacht, andere Wege, andere Abläufe. Aber das sind wir im Großen und Ganzen ja schon ein bisschen gewohnt.

Neidhard brachte es auf den Punkt und bedankte sich bei allen Mitgliedern der Feuerwehr für die geleistete Arbeit im Jahr 2025.

Auch unser Bürgermeister Neidhard Varnhorn kam auf das große Thema der letzten vier Jahre zu sprechen. 6,2 Millionen Euro hat die Stadt bislang in den Umbau des Feuerwehrhauses investiert. Das ist schon eine stattliche Stange Geld.

Jubel brandete dann auf, als er ankündigte, dass die dringend notwendige Klimaanlage im Riegel in absehbarer Zeit kommen werde. Das war dann so ein Moment, bei dem man gemerkt hat, diese Nachricht kam im Saal wirklich gut an.

Und der Bürgermeister hat auch deutlich gemacht, dass die Investitionen nicht aufhören. Es geht weiter, unter anderem mit dem LF 20. Es wird gerade sozusagen endgefertigt. Die Ausrüstung des Fahrzeugs ist schon beim Hersteller. Es geht also voran. Wir werden weiter investieren in neue Einsatzkleidung und auch in neue Uniformen.

Dann kam das Grußwort aus der Blaulichtfraktion. Polizeidirektor Hendrik Vieth vertritt Blaulicht mit Bewaffnung. Und das war durch und durch etwas für die Feuerwehrseele. Anerkennung und Dank für die gute Zusammenarbeit. Das hören wir natürlich gerne. Wir hören auch gerne seine Bewunderung, dass wir das alles ehrenamtlich machen, während er und seine Kollegen dafür bezahlt werden. Aber gut, so ist es nun mal und wir freuen uns über eine wirklich gute Zusammenarbeit mit der Polizei in Cloppenburg.

Stefan Abshof, einer aus unseren Reihen, überbrachte als stellvertretender Kreisbrandmeister die Grußworte der Kreisfeuerwehr. Und da ging sein Blick nicht nur auf das, was gerade im Landkreis läuft, sondern durchaus auch ein Stück weiter, nämlich über den Oldenburgischen Feuerwehrverband bis in Richtung Hannover. Kritisch will man sein mit Hannover, aber nicht nur um kritisch zu sein, sondern konstruktiv kritisch, also konstruktiv. Dinge klar ansprechen, ohne sie schlecht zu reden. Das wollte er deutlich machen.

Ein Teil unserer Altersabteilung (v. l.): Kleiderwart Gerhard Nipper, Ehrenstadtbrandmeister Dieter Leuschner, Eckhard Albrecht, Vorsitzender Ralf Bergmann und Arndt Netheler

Und dann kam er noch auf Themen, die den Zeitumständen geschuldet sind. Themen, über die wir viele Jahre nicht geredet haben und auch wenig gehört haben. Es ging dabei ganz klar um die Rolle der Feuerwehr in Zeiten von Krise, Anspannung und vielleicht auch mehr als das. Also um die Frage, was auf uns zukommt, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern und man sich auf Selbstverständlichkeiten nicht mehr verlassen kann.

Vier Abteilungen haben wir inzwischen. Das bedeutet natürlich auch vier Berichte. Wir haben da die aktive Wehr, die im Einsatz steht, die Altersabteilung, die das alles schon hinter sich hat und den Ruhestand genießt, und natürlich noch unsere beiden vorzüglichen, vorzüglich und gut geführten Nachwuchsabteilungen, die Kinderfeuerwehr und die Jugendfeuerwehr.

Da ging es dann um Zahlen, Daten, Fakten, aber nicht nur, sondern auch um das, was darüber hinausläuft. Um Sport, Spiel, Spaß und Gemeinschaft, um Dienste, Veranstaltungen und all das, was Feuerwehren eben auch ausmacht. Und Ralf Bergmann von der Altersabteilung war, was die Art des Vortrags angeht, ganz vorne mit dabei. Er hat seinen Beitrag einfach direkt vom Handy abgelesen. Tja, auch das ist Fortschritt, direkt aus der Altersabteilung.

Was darf auf keiner Generalversammlung fehlen, ebenso wenig wie die obligatorischen Rouladen zu jedem Menü? Na klar, die Beförderungen. Davon gab es auch in diesem Jahr einige. Und ganz wichtig natürlich auch die Aufnahmen in die Wehr und die Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr. Das sind immer besonders schöne Momente, weil man da eben sieht, dass da etwas nachkommt und dass sich die ganze Nachwuchsarbeit nicht nur in einem sozialen Sinne lohnt, sondern auch bei uns. Der Laden läuft, wir haben Zulauf und die Kinderfeuerwehr und die Jugendfeuerwehr sind dafür enorm wichtig. Die beiden sind wichtiger Teil unserer Zukunft. Die Namen haben wir euch hinten angehängt.

Alle Beförderten unter sich: Vom Feuerwehrmann bis zum Hauptbrandmeister war alles dabei. Ein Zeichen für die gute Arbeit in der Feuerwehr – vielen Dank!

Wo wir schon bei den Rouladen sind: Das Abendessen hat wieder keine Wünsche offen gelassen. Überall zufriedene Gesichter. Und das gemeinsame Essen war dann auch der Auftakt in einen gelungenen Abend mit dem einen oder anderen kühlen Getränk. Und wie man so hört, ging es noch bis in die frühen Morgenstunden.

Unser Dank geht an all die Gäste, die mit uns diesen schönen Abend verbracht und auch gefeiert haben. An die Stadt, die sich wie immer nicht lumpen lässt, wenn es darum geht, die Generalversammlung auszurichten. Und natürlich auch an den Saalbetrieb, an Küche und Service.

Auch hier galt: Das Bier durfte schmecken, während die Einsatzbereitschaft der Stadt Cloppenburg weiterhin sichergestellt blieb. Von links: Die beiden stellvertretenden Stadtbrandmeister Ulrich Lade und Sebastian Leuschner sowie Stadtbrandmeister Horst Lade. Ebenfalls über diesen Abend freute sich Christian Budde.