Gemeinsam für die Sicherheit: Hydrantenprüfung im gesamten Stadtgebiet
Im gesamten Stadtgebiet waren ca. 400 Hydranten zu prüfen. Dies stellt eine beachtliche Anzahl dar.
Am Samstag stand eine der wichtigsten vorbeugenden Aufgaben des Jahres auf dem Plan: die flächendeckende Hydrantenkontrolle im gesamten Stadtgebiet. Was auf den ersten Blick wie eine rein technische Aufgabe wirkt, ist im Ernstfall die Lebensversicherung für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Einsatzkräfte selbst. Nur wenn die Wasserentnahmestellen einwandfrei funktionieren, kann eine effektive Brandbekämpfung garantiert werden.
Das gesamte Team der Hydranten-Gruppe unter der Leitung von Patrick Moormann hatte sich bereits in den vergangenen Monaten intensiv mit der Planung befasst. In diesem Jahr galt es, besondere logistische Herausforderungen zu meistern, da das Feuerwehrhaus derzeit weitreichend umgebaut wird und die gewohnte Fahrzeughalle nicht zur Verfügung stand. Dies erforderte auch bei der Verpflegung neues Denken: Ein großer Dank gilt hier dem Technischen Hilfswerk (THW) des Ortsverbandes Cloppenburg, das seine Räumlichkeiten für das gemeinsame Mittagessen zur Verfügung stellte. Besonders erfreulich war zudem die tatkräftige Unterstützung durch die Jugendfeuerwehr, die Seite an Seite mit den aktiven Kameraden dafür sorgte, dass die Versorgung im Stadtgebiet sichergestellt bleibt.
Bereits in den frühen Morgenstunden trafen sich einige Einsatzkräfte am Feuerwehrhaus, um die verschiedenen Bezirke aufzuteilen. In Gruppen und Trupps gegliedert und mit Fahrzeugen sowie Standrohren, Standrohrschlüsseln, Schachthaken und teilweise Schüppe oder Spaten ausgerüstet, machten sich alle auf den Weg. Die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt funktionierte dabei reibungslos. Für alle Einsatzkräfte bot der Dienst zudem eine hervorragende Auffrischung der Ortskenntnisse - jede Straße wurde begangen, um Zuwege zu prüfen.
Der Prüfvorgang folgte einem strengen, langjährig bewährten Protokoll. Zunächst wurden die Hydrantendeckel von Laub, Erde oder eingewachsenem Rasen befreit, um die Zugänglichkeit zu gewährleisten. Parallel dazu wurden die Meterangaben auf den Hinweisschildern kontrolliert und jegliche Veränderungen akribisch dokumentiert. Nach dem Öffnen wurde das Standrohr gesetzt und die Leitung kurzzeitig gespült – ein essenzieller Schritt, um Ablagerungen aus dem Rohrnetz zu entfernen und die volle Durchflussmenge sowie den notwendigen Druck zu kontrollieren. Ein besonderes Augenmerk legten die Teams auf die Entwässerungsfunktion: Nur wenn das verbliebene Wasser im Gehäuse nach dem Schließen ordnungsgemäß versickert, ist der Hydrant dauerhaft einsatzbereit. Im digitalen Zeitalter spielt zudem die Erfassung der GPS-Daten eine zentrale Rolle, um eine passgenaue Dokumentation und damit eine schnellstmögliche Wasserversorgung im Einsatzfall zu gewährleisten.
Neben der technischen Komponente diente der heutige Tag auch der Sensibilisierung der Bevölkerung. Leider kommt es immer wieder vor, dass Hydranten durch achtlos geparkte Fahrzeuge oder herübergewachsene Hecken schwer zugänglich sind. Die Feuerwehr Cloppenburg nutzt daher diesen Anlass für einen dringenden Appell: Halten Sie die weiß-roten Hydrantenschilder stets sichtbar und parken Sie niemals auf den ovalen Straßendeckeln – im Ernstfall zählt jede Sekunde.
Nach mehreren Stunden intensiver Arbeit im Stadtgebiet konnte ein durchweg positives Fazit gezogen werden. Die Infrastruktur der Löschwasserversorgung in Cloppenburg befindet sich in einem guten Zustand. Der heutige Dienst endete mit einem gemeinsamen Mittagessen beim THW, bei dem das Gemeinschaftsgefühl zwischen der aktiven Wehr und der Jugendabteilung noch einmal gestärkt wurde. Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, die ihren freien Samstag ehrenamtlich in den Dienst der Stadt gestellt haben.