Ausgelöster Heimrauchmelder: Verrauchte Wohnung vorgefunden

Einsatznummer

26-079

Alarmierungszeitpunkt

Samstag, 09.05.2026, 20.51 Uhr

Alarmierungsart

3.Schleife

Einsatzort

Soestensteig / Cloppenburg

Einsatzbericht

Das Brautpaar, die Feuerwehr und der rätselhafte weiße Rauch

Die Melder der dritten Schleife liefen. Eine scheinbar unspektakuläre Meldung. Ein Rauchmelder in einem Privathaus piepte seit geraumer Zeit. Rauch oder Feuer sollten nicht zu sehen sein. Okay, das ist erst einmal nicht aufregend. Das kennen wir.

Rauch hatten wir dann vor Ort aber doch. Aus einem leicht gekippten Fenster drang schwach, aber doch eindeutig weißer Rauch. Für uns war klar: Wir müssen in die Wohnung hinein. Denn wo Rauch ist, ist irgendetwas nicht in Ordnung.

Der einfachste Weg schien zunächst der Weg über das gekippte Fenster zu sein. Das funktionierte im ersten Anlauf leider nicht, sodass wir uns dann an die durchaus widerstandsfähige Tür machten und das Schloss zogen. Aber das war alles eine schwierige Angelegenheit. Die parallel dazu durchgeführten Versuche, das Fenster doch noch zu öffnen, funktionierten dann aber. Auch die Tür war plötzlich offen.

Wir schickten einen Angriffstrupp unter Atemschutz in die Wohnung. Ausgerüstet mit allem, was man braucht, um die Ursache von so einem Rauch zu lokalisieren: Augen, Nase und Wärmebildkamera.

Die grobe Durchsuchung der Wohnung brachte zunächst kein Ergebnis. Dann ging es ins Detail. Hier geguckt, da geguckt, in Schränke, in Geräte und so weiter. Kein Hinweis. Keine ungewöhnliche Wärme. Raumduftgeräte, die in Steckdosen stecken, kamen auch nicht infrage.

Es war rätselhaft. Wir lüfteten die Wohnung. Der Rauch war weg. Neuer Rauch kam zunächst nicht nach. Was sollten wir tun? Irgendwann ist man mit den Möglichkeiten am Ende.

Dann ging es daran, die Haustür wieder verschlussfähig zu machen. Und das war eine ziemlich komplizierte Angelegenheit. Insgesamt dauerte es ungefähr anderthalb Stunden. Zwischendurch mussten wir uns professionelle Hilfe dazuholen.

In der Wartezeit tauchte dann auf einmal wieder Rauch auf. Das war wirklich rätselhaft. Wo kam der her? Also wieder rein in die Wohnung. Und man kann es kaum glauben: Die Mikrowelle war es.

Die Mikrowelle war vorher vom Angriffstrupp mit der Wärmebildkamera kontrolliert worden. Nun hatte sie sich wohl alleine und ohne erkennbaren Grund in Betrieb gesetzt, den Grill aktiviert und eine im Innenraum befindliche Kunststoffunterlage ins Schmoren gebracht. Das war die Ursache.

Alles klang erst einmal ziemlich mysteriös. Und irgendwie ist es das ja auch immer noch. Eine Geschichte, die wir nicht alle Tage erleben.

Wir wünschen dem Brautpaar einen schönen Urlaub und alles Gute.

Weitere Informationen

Einsatzart

  • 52 - Gefahrenmeldeanlage (F1)

Einsatz­fahrzeuge

  • Florian Cloppenburg 14-10-10
    (Kommandowagen)
  • Florian Cloppenburg 14-45-10
    (Löschgruppenfahrzeug)
  • Florian Cloppenburg 14-48-10
    (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug)

Weitere Kräfte

  • Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta